„Problem gelöst? NEIN heißt NEIN!“ – Podiumsdiskussion zur Reform des Sexualstrafrechts

Wir möchten euch herzlich zur Podiumsdiskussion mit dem Titel „Problem gelöst? NEIN heißt NEIN!“ am 31. Oktober 2016 einladen. Als Referentinnen werden Rechtssoziologin Dr. jur. Ulrike Lembke, Pionierin der deutschen feministischen Rechtswissenschaft und die Philosophin Liza Mattutat erwartet.

Gesellschaftliches Problem gelöst, nur weil es ein neues Gesetz gibt?

Im Juli diesen Jahres verabschiedete der Bundestag das neue Sexualstrafrecht, das unter dem Slogan „Nein heißt Nein“ viel diskutiert wurde. Diese von der Bundesregierung als historisch gefeierte Reform findet viel Zuspruch. Einigen geht sie aber zu weit oder nicht weit genug. Vor diesem Hintergrund ist eine strafrechtskritische Auseinandersetzung mit der Sexualstrafrechtsreform angebracht.

Dr. jur. Ulrike Lembke wird eine rechtlich- feministische Perspektive auf das Problem der sexualisierten Gewalt in der Gesellschaft in die Debatte einbringen, während Liza Mattutat, Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Kassel, ihre These zur Unbestimmtheit des Rechts vorstellen und im Bezug auf die bisherige Auslegung des Sexualstrafrechts die Sexualstrafrechtsreform kommentieren wird.

Die anschließende Diskussion mit dem Publikum bietet die Möglichkeit für alle Interessierte, sich kritischem mit dem Recht auseinanderzusetzen und die Sexualstrafrechtsreform in Hinblick auf die Frage der Funktion des Rechts für den gesellschaftlichen Diskurs, sowie die Auswirkungen der Reform in der Realität zu hinterfragen.

Ort: Rechtshaus Hörsaal, Universität Hamburg, 18:00 Uhr.

 

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